Beißen kann als Kommunikationsversuch angesehen werden, der gesellschaftlich nicht anerkannt ist. Hierbei sind vor allem 1-3 Jährige betroffen. Bei Kindern, die bekanntermaßen öfter mit beißen versuchen zu kommunizieren:
- dass sie etwas haben möchten, was ein anderes Kind gerade hat
- etwas behalten wollen
- ihnen alles zu nah ist
- ...
ist es wichtig diese Kinder zu begleiten und ggf. Für diese Kinder zu sprechen, so dass sie sich andere Kommunikationswege abschauen können z.B. Jona möchte gerne mit dir spielen. Jasmin möchte noch mit dem Auto spielen, wenn sie fertig ist, dann darfst du damit spielen.
Zudem ist es für die Kinder wichtig Handlungsalternativen aufgezeigt zu bekommen. Statt Beißen z.B. Laut "Stopp" rufen. Nach dem Motto, geh weg, ich möchte noch weiter mit der Puppe spielen.
Alternativen für den Ausdruck von Frust könnte auch ein Kissen sein, auf das geschlagen wird oder Fest mit dem Fuß aufgestampft wird.
Auch für die Kinder, die gebissen werden, ist eine Begleitung wichtig. Laut "Stopp" schreien, kann auch hier nützlich sein.
Neben dem Kommunikationsversuch kann es auch die Suche nach Aufmerksamkeit und Selbstwirksamkeit sein, d.h. geraten beim beißen alle in Aufruhr wird das Gehirn des Beißers "belohnt" und die Handlung wird gefestigt. Wortloses stoppen und wegnehmen plus Alternativen bieten wäre hier angebracht.
Doch bei allen Möglichkeiten ist ein genaues beobachten der beißenden Kinder wichtig, um zu klären in welchen Situationen gebissen wird, um darauf einzugehen.
Interessante Literatur hierzu:
- Das gewünschteste Wunschkind aller Zeiten treibt mich in den Wahnsinn
- Nicola Schmidt, artgerecht - das andere Kleinkindbuch
Stopp, das will ich nicht! https://familierundherum.blogspot.com/2018/08/stopp-das-will-ich-nicht.html
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